
>>> Geboren 1985 in Hamburg. Ausbildung von 2006 bis 2009 an der Schule für Schauspiel in Hamburg. Filmklasse mit besonderer Auszeichnung abgeschlossen. Auf der Bühne u.a. in: AMPHITRION [2008, Komödie Winterhuder Fährhaus Hamburg, Regie: Michael Bandt], RADIO RHAPSODY [2009, Thalia Theater, Regie: Andreas Kriegenburg], DIE RÄUBER [2009 bis 2010, Die Theatermacher Hamburg, Regie: Michael Jurgons], 33 VARIATIONEN [2010, Renaissance Theater Berlin, Regie: Torsten Fischer].
Sein Fernsehdebüt gab er 2004 im TATORT [Regie: Kaspar Heidelbach], es folgten DIE FRAU AM ENDE DER STRASSE [2004, Regie: Claudia Garde], 2006 wieder im TATORT [Regie: Claudia Garde], GSG 9 [2006, Sat.1], NACHTSCHICHT [2009, ZDF, Regie: Lars Becker], LUTTER [2009, ZDF], EINE MÖHRE FÜR ZWEI [2010, ARD], SOKO KÖLN [2010, ZDF]. Seit 2007 in zahlreichen Kurzfilmen. Für den Kurzfilm BLIND DATE [2007, Regie: Gabriel Bornstein] wurde ihm der Deutsche Jugendvideopreis 2008 verliehen. Ausserdem Filmrollen in INTROSPECTIVE BLUES [2010, Regie: Nikhil Jani] und KEIN SEX IST AUCH KEINE LÖSUNG [2010, Regie: Torsten Wacker].
2011 und 2012 steht er am Schauspielhaus Hamburg in Michael Müllers Stücken ÜBER DIE GRENZE IST ES NUR EIN SCHRITT [Regie: Johan Heß] und MORGEN ALASKA [Regie: Bernd Plöger] auf der Bühne. Daneben übernimmt er in 2011 TV-Rollen in Udo Jürgens' Familiensaga DER MANN MIT DEM FAGOTT [ARD, Regie: Miguel Alexandre] und dem ZDF-Thriller BÜRGER VAN LEEUWEN [Regie: Matti Geschonneck].
>>> ÜBER DIE GRENZE IST ES NUR EIN SCHRITT von Michael Müller: "Als meine Füße am Boden abfedern und ich gleich ins Laufen komme, begleitet mich ein letzter Gedanke an die Tage meiner Kindheit zwischen den Hochhäusern, die mir jetzt Deckung bieten. Bloß nicht zu hastig wirken, die Kapuze hoch, nicht zu viel umgucken, ganz cool und gelassen am Parkplatz vorbei. Ich heule beinahe los bei dem Gedanken, dass sie meine Mutter gleich in den Polizeiwagen schieben. Meine Familie, meine Existenz lösen sich in diesem Moment auf, das, was wir waren und besaßen; das Wenige, was Ama spöttisch unser »Stück Deutschland« nannte, weggeschafft und auf den Müll geworfen. Die Erinnerungen drängen in mir hoch und ich drücke sie mit einem harten Schlucken weg. Und dann fällt mir Benedicta ein. Benedicta, die in der Schule sitzt, die in drei Stunden nichts ahnend in die Wohnung kommt, ihre Hausaufgaben macht, spielt und auf uns wartet, die später am Abend ans Fenster tritt und Ausschau hält nach mir, ihrem Bruder, der längst im Zug sitzt, in einem Zug ohne Wiederkehr."
Uraufführung unter der Regie von Johan Heß am Schauspielhaus Hamburg im Utopia-Mobil-Bus.
Mehr Infos finden Sie unter www.schauspielhaus.de